Montag, 4. Februar 2008

Mit dem Montaineering Club habe ich nun schon zwei Wanderungen gemacht. Unser erstes Ziel war "The Burren", was soviel bedeutet wie "steiniger Ort". "The Burren" ist eine einzigartige Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare. Steiniger Ort ist wirklich die treffenste Umschreibung für diese Landschaft. Die Iren sagen auch, dass es einer Mondlandschaft gleicht.

In Irland gibt es glaub ich kaum beschilderte Wanderwege, sondern man versucht mit Karte und Kompass den Weg zum höchsten Punkt zu finden. Jede Wanderung hat ungefähr 6 Stunden gedauert.

Hier einige Fotos zu unserer Wanderung:

Unsere zweite Wanderung führte uns in die Berge von Connemara. Dieses Gebiet liegt im Westen Irlands in der Grafschaft Galway. Der Süden von Connemara besteht hauptsächlich aus Heide- und Moorgebieten, wobei der Nordteil aus mehreren über 700 Meter hohen Bergen, den Twelve Bens besteht. Nahe dieser Berge liegt auch der Connemara-Nationalpark.
Hier einige Fotos zur zweiten Wanderung:

Der Aufstieg besteht mehr aus Klettern, da es ja keine Wege gibt. Das kann schon ganz schön anstrengend sein!
Endlich am Gipfel. Leider war dieser in Nebel gehüllt, daher konnten wir den schönen Ausblick vom höchsten Punkt nicht genießen.
Hier sind Marija von Finnland, Sophie und ich zu sehen. Der Mountaineering Club hat Mitglieder von ganz Europa und Amerika. Also sehr international!

Endlich wieder am Weg zum Bus! Nach jeder Wanderung bleiben wir am Heimweg bei einem Pub stehen, um uns wieder zu stärken. Einige trinken selbst nach der Wanderung schon wieder ein Pint, aber es gibt im Pub ja auch Tee und Heiße Schokolade um wieder zu Kräften zu kommen.

Freitag, 1. Februar 2008

Nach einem Monat hier in Galway hab ich es endlich geschafft, meinen eigenen Blog zu gestalten. Es ist sehr schwer, für E-Mails schreiben oder ähnliches Zeit zu finden, da ich fast immer unterwegs bin (Uni, Parties, Ausflüge,...).
Begonnen hat mein Auslandssemester in Irland am 01.01.2008 abends, als ich von Wien aus nach Dublin startete. Ich hatte das Glück, dass ich nicht ganz alleine nach Irland reisen musste, sondern Sophie, meine Studienkollegin, mit mir kam.

Sophie und ich im Flugzeug nach Dublin


Nach einer Nacht in der Jugendherberge haben wir uns beide auf die Suche nach einer netten Wohnung gemacht. Da wir so früh in Galway waren und die irischen Studenten noch nicht hier waren, haben wir auf Anhieb zwei sehr schöne Apartments gefunden. Ich wohne direkt im Stadtzentrum und Sophie wohnt gleich in meiner Nähe. Es ist hier im Gegensatz zu Österreich alles sehr klein und meistens ist in den Zimmern nur ein Bett, ein Kasten und ein schmaler Gang. Einen Tisch gibt's nur im Wohnzimmer, da dieser nicht mehr in das Zimmer passen würde. Leider ist die Miete trotz sehr kleinen Zimmern hier teurer als in Österreich. Generell ist in Irland alles etwas teurer.

Zunächst ein bisschen was über Galway:

Die Stadt liegt an der Westküste Irlands am nordöstlichen Ufer der Galway Bay.

Der Fluss Corrib durchfließt die Stadt und teilt sie entzwei. Mit 70 000 Einwohnern ist Galway die bevölkerungsreichste Stadt im County Galway und im gesamten Westen Irlands. Galway ist die viertgrößte Stadt Irlands.

Hier noch ein paar Fotos von Galway:


Fußgängerzone in Galway

Kathedrale von Galway

Galway Bay


Palme am Strand von Galway


Die meiste Zeit tagsüber verbringe ich auf der Uni, vormittags sind Vorlesungen und nachmittags ist Labor. Ich besuche hier drei Kurse: Biochemistry II, Cell and Molecular Biology and Endrocrinology.

Hier ein paar Fotos von der Uni:

Das ist das älteste Gebäute der Uni, namens Quadrangle. Hier hab ich Endrocrinology Vorlesung und Labor.



Ich im Innenhof des Quadrangle.

Sports Centre


Universitätsbibliothek der NUI Galway



Institut für Meeresbiologie





Da es hier dank des warmen Golfstorms wärmer ist, fangen bald die Blumen an zu blühen.

Im Gegensatz zu Österreich erinnert mich die Uni hier mehr wieder an meine Schulzeiten. Die Unterlagen für die Vorlesung bekommt man am Anfang der Stunde als Handout ausgeteilt, d.h. man muss entweder selbst anwesend sein oder man muss sich anschließend von Studentenkollegen alles kopieren.

Bei jedem Kurs den ich hier besuche ist ein praktischer Teil dabei und für jedes Labor ist ein Protokoll zu schreiben. Zusätzlich gibt's dann noch Fragen zum Ausarbeiten, quasi Hausübung. Daran sitzt man schon eine ganze Weile!

Ansonsten geht auf der Uni alles sehr gelassen zu. Wenn man etwas nicht rechtzeitig bringt, ist es auch nicht so schlimm, "esay-going" eben. Die Professoren sind sehr freundlich und helfen gerne, wenn's mal Probleme gibt. Sie sind generell sehr bemüht, dass die Studenten den Lernstoff verstehen.

Ich glaube, das kann man auch ausweiten auf die ganze irische Bevölkerung. Jeder hier ist sehr freundlich und hilft gerne, wenn's Probleme gibt. Iren reden auch sehr gerne, nicht nur im alkoholisierten Zustand.

Auf der Uni gibt es das Angebot für Studenten, verschiedenen Clubs und Societies beizutreten. Ich bin dem Montaineering Club, der International Society, der Dance Society und der Choral Society beigetreten. Bei der Dance Society belege ich den Kurs "Irish Dancing for Beginners", welches ziemlich lustig aber auch anstrengend ist und die Choral Society leitet den Unichor, bei dem ich Mitglied bin.

Der Montaineering Club organisiert jeden Sonntag einen Ausflug in die irischen Berge. Der Bus kostet 8 Euro und die Tour dauert den ganzen Tag. Im Gegensatz zu Österreich gibt es in Irland keine Wanderwege, sondern wir haben zur Orientierung eine Karte und einen Kompass. Man wandert oder besser gesagt klettert den Berg dann irgendwo hoch. Bergschuhe sind bei dieser Art von wandern absolut essentiell.

Bei der International Society sind eigentlich fast alle International Students dabei. Zu meiner Verwunderung sind hier in Galway wenig Erasmus-Studenten von Europa, dafür aber massenweiße Amerikaner hier. Wir sind ungefähr 50 Erasmus-Studenten und ca. 250 Amerikaner. Ich lerne hier also nicht nur die irische Kultur sondern auch die amerikanische besser kennen. Beim ersten international Karaoke-Abend haben zum Beispiel einige Amerikaner gleich ins Rappen angefangen.

Beim Internatinal Dinner wurden wir aufgefordert, eine traditionelle Speise von unserem Heimatland mitzubringen. Sophie und ich haben daraufhin eine Sachertorte mit Österreich-Deko gemacht.


Hier noch ein paar Fotos vom International Dinner:


Ein paar Deutsche haben uns gesagt, dass es die beste Sachertorte war, die sie je gegessen haben. Ich weiß nicht, ob's stimmt, ich hab nämlich selber kein Stück mehr bekommen, weil der Andrang so groß war.

Vor einer Woche haben Sophie und ich mit ein paar Finnen und Deutschen einen Ausflug zu einem alten Schloss (Bunratty Castle) gemacht, damit wir mal aus der Stadt Galway rauskommen und auch was anderes sehen.


Bunratty Castle

typisch irische Häuser

Eines von vielen Schafen hier in Irland.

Und den irischen Buschberg hab ich auch schon gefunden:


Und natürlich das Wichtigste *gg*:



Soweit für's erste. Ich hoffe, dass ich genügend Zeit finde, den Blog oft zu aktualisieren und die neuesten Fotos und Berichte online zu stellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Kommentar schreibt.